Was brauchst du, bevor du anfängst?
Du brauchst drei Dinge: das Design im Format deiner Maschine, einen USB-Stick und einen Computer. Prüf vorher zwei Details im Handbuch deiner Maschine:
- Welche Dateiformate sie liest. Brother und Baby Lock lesen PES, Janome und Elna JEF, Bernina EXP und Industriemaschinen DST. Unser Formatvergleich erklärt die Unterschiede.
- Welche USB-Sticks sie unterstützt. Ältere Maschinen können bei der Kapazität wählerisch sein. Ein FAT32-formatierter Stick mit 32 GB oder weniger ist die sicherste Wahl, und manche älteren Handbücher nennen noch niedrigere Grenzen.
Manche älteren Stickmaschinen haben gar keinen USB-Anschluss und nutzen Speicherkarten, eine Kabelverbindung oder die Übertragungsbox des Herstellers. Wenn das bei dir so ist, gilt die Dateivorbereitung unten trotzdem; nur der letzte Schritt ändert sich.
Wie formatierst du einen USB-Stick mit FAT32?
Stickmaschinen lesen Dateisysteme der FAT-Familie: FAT32 oder bei sehr kleinen Sticks FAT16. exFAT, NTFS oder Mac-Formate lesen sie in der Regel nicht. Neue Sticks ab 64 GB sind oft mit exFAT formatiert – ein häufiger Grund, warum eine Maschine einen Stick „nicht sieht“.
Beim Formatieren wird alles auf dem Stick gelöscht, kopiere also vorher, was du noch brauchst.
- Windows: Öffne den Explorer, klicke mit der rechten Maustaste auf den Stick, wähle Formatieren, stelle FAT32 als Dateisystem ein und klicke auf Starten. Der eingebaute Formatierdialog von Windows bietet FAT32 nur für Laufwerke bis 32 GB an – ein Grund mehr für einen kleinen Stick.
- macOS: Öffne das Festplattendienstprogramm, wähle den Stick (das Gerät, nicht nur das Volume), klicke auf Löschen, wähle „MS-DOS-Dateisystem (FAT)“ als Format und „Master Boot Record“ als Schema.
Gib dem Stick einen kurzen Namen ohne Leerzeichen und Umlaute, zum Beispiel STICKEN.
Wie kopierst du das Design auf den Stick?
Designs kommen oft als ZIP-Archiv, auch die Downloads von StitchMyPic, die jedes Format enthalten. Die Maschine kann kein ZIP öffnen, also:
- Entpacken. Unter Windows Rechtsklick und „Alle extrahieren“ wählen. Auf dem Mac das ZIP doppelklicken. Ein ZIP unter Windows nur zu öffnen, ohne es zu extrahieren, zeigt bloß eine Vorschau des Inhalts; Kopieren aus dieser Ansicht schlägt manchmal fehl, also erst in einen echten Ordner extrahieren.
- Format wählen. Kopiere nur die Datei, die deine Maschine liest, zum Beispiel die .pes-Datei für eine Brother. Die anderen Formate auf dem Stick zu lassen schadet nicht, macht die Dateiliste der Maschine aber unübersichtlich.
- Namen kurz und einfach halten. Verwende Buchstaben, Ziffern und Bindestriche, keine Umlaute, Emojis oder Sonderzeichen. Manche älteren Maschinen zeigen nur die ersten paar Zeichen eines Namens an, „rose-5x7.pes“ findest du also leichter als „Finale Version vom Rosenmotiv (2).pes“.
- Leg die Datei ins Stammverzeichnis. Viele Maschinen zeigen nur Dateien im obersten Ordner (Stammverzeichnis) des Sticks an. Brother zum Beispiel gibt an, dass manche seiner Maschinen Designs nicht abrufen können, die in einem Ordner auf dem USB-Medium gespeichert sind. Im Zweifel also das Stammverzeichnis nehmen.
- Den Stick nicht überladen. Ein paar Dutzend Designs pro Ordner halten den Dateibrowser der Maschine flott; Hunderte von Dateien können ihn verlangsamen oder die Liste abschneiden.
Warum legt ein Mac „._“-Dateien auf dem Stick an?
Wenn ein Mac Dateien auf einen FAT-Stick kopiert, legt er versteckte Begleitdateien an, die mit „._“ beginnen (zum Beispiel „._rose.pes“), dazu Systemordner wie .Spotlight-V100 und .Trashes. Der Finder blendet sie aus, eine Stickmaschine nicht. Du siehst dann womöglich doppelte Designs, die sich nicht öffnen lassen, oder eine Fehlermeldung, wenn du eines auswählst.
Um den Stick zu bereinigen, öffne das Terminal und führe dot_clean -m mit dem Pfad des Sticks aus, zum Beispiel: dot_clean -m /Volumes/STICKEN
Das entfernt die „._“-Dateien. Wirf den Stick danach immer aus (Auswurfsymbol im Finder oder in den Papierkorb ziehen), bevor du ihn abziehst. Ziehst du ihn ohne Auswerfen ab, bleibt womöglich eine halb geschriebene Datei zurück, die die Maschine als beschädigt meldet.
Wie lädst du das Design auf die Maschine?
Die Schritte unterscheiden sich je nach Marke, das Prinzip ist aber gleich: Stick einstecken, USB- oder externen Speicherbildschirm öffnen, Design auswählen und bestätigen.
- Brother und Baby Lock: Tippe im Stickbildschirm auf das USB-Symbol, wähle das Design aus den Vorschaubildern und bestätige. Ist das Design größer als der eingesetzte Rahmen, meldet die Maschine das. Siehe Brother-Ratgeber.
- Janome und Elna: Öffne den Bildschirm für USB/externen Speicher. Bei mehreren Modellen erwartet die Maschine die Dateien in den Ordnern, die sie selbst auf dem Stick anlegt. Erscheint deine Datei nicht, speichere an der Maschine ein eingebautes Motiv auf den Stick und leg deine JEF-Dateien dann in den neu angelegten Ordner. Siehe Janome-Ratgeber.
- Bernina: Öffne das persönliche Programm oder den USB-Bildschirm und lade die EXP-Datei. Die angezeigten Farben sind Standardfarben, da EXP keine Farbinformationen enthält. Siehe Bernina-Ratgeber.
- Industriemaschinen: Lade die DST über das Bedienfeld in den Speicher und weise dann jedem Farbstopp eine Nadel zu, da DST keine Farben kennt.
Bevor du auf Start drückst, vergleiche Ausrichtung und Mittelpunkt auf dem Display mit den Markierungen auf deinem eingespannten Stoff. Bei den meisten Maschinen kannst du das Design in kleinen Schritten verschieben und seine Umrisse mit der Nadel abfahren; prüf damit, dass das Design rundum ein paar Millimeter Abstand zum Innenrand des Rahmens hat.
Warum findet die Maschine die Datei nicht?
Meist ist der Stick nicht mit FAT32 formatiert, die Datei steckt noch im ZIP oder in einem Ordner, oder das Format passt nicht zur Maschine.
- Die Maschine erkennt den Stick nicht: Formatiere ihn mit FAT32 neu oder probier einen kleineren bzw. älteren Stick und einen anderen USB-Anschluss.
- Der Stick funktioniert, aber das Design wird nicht angezeigt: falsches Format für die Maschine, noch im ZIP, in einem Ordner oder ein Dateiname mit ungewöhnlichen Zeichen.
- Das Design ist gelistet, lässt sich aber nicht öffnen: Die Kopie ist eventuell unvollständig (vor dem Abziehen auswerfen und neu kopieren), oder es ist eine Mac-„._“-Datei.
- „Zu groß“ oder „mit diesem Rahmen nicht verwendbar“: Das Design ist größer als das Stickfeld des eingesetzten Rahmens. Dreh es, nimm einen größeren Rahmen oder lade es in kleinerer Größe herunter; siehe Tabelle der Stickrahmengrößen.
- Farben auf dem Display wirken falsch: bei DST- und EXP-Dateien normal. Halte dich an die Farbliste, die zum Design gehört.
Download von StitchMyPic
Jeder StitchMyPic-Download ist ein ZIP mit demselben Design als PES, DST, JEF und EXP – du musst also nie zwischen Formaten umwandeln. Entpacke es, kopiere die Datei für deine Maschine auf den Stick und bewahre das ZIP als Archiv auf deinem Computer auf: Wechselst du die Maschine, sind die anderen Formate schon da.
Meldet die Maschine, dass das Design zu groß ist, passe die Größe im Editor an und lade es erneut herunter; neue Exporte innerhalb von 7 Tagen nach dem Kauf sind kostenlos, und die Stiche werden neu berechnet statt gestreckt. Ein Download kostet 1 Credit, und neue Konten bekommen einen gratis (Preise). Starte mit PNG in PES für Brother oder PNG in JEF für Janome.
Fragen zu diesem Thema
Wie groß sollte der USB-Stick für meine Stickmaschine sein?
Ein FAT32-formatierter Stick mit 32 GB oder weniger funktioniert an den meisten Maschinen. Manche älteren Modelle akzeptieren nur kleinere Sticks, schau also ins Handbuch. Stickdateien sind klein, die Kapazität ist also nie das Problem.
Kann ich mehrere Designs auf einen Stick packen?
Ja. Leg sie ins Stammverzeichnis des Sticks (manche Maschinen können keine Ordner öffnen), mit kurzen Namen, und vermeide Hunderte von Dateien an einer Stelle, damit die Dateiliste der Maschine flott bleibt.
Warum zeigt meine Maschine seltsame Dateien, die mit „._“ beginnen?
Das sind versteckte Dateien, die ein Mac auf FAT-Sticks anlegt. Sie sind keine Designs und lassen sich nicht öffnen. Entferne sie mit dot_clean -m im Terminal oder lösche sie an einem Windows-Computer.
Kann ich die ZIP-Datei direkt auf den Stick kopieren?
Nein. Stickmaschinen können keine ZIP-Archive öffnen. Entpacke zuerst am Computer und kopiere dann die Stickdatei im Format deiner Maschine, etwa .pes oder .jef.
Quellen
Herstellerseiten und Dokumentationen, an denen wir die Fakten in diesem Ratgeber geprüft haben:
- Brother-Support: USB-Sticks müssen das Dateisystem FAT (FAT32) verwenden
- Brother-Support: Formate, die die Maschine liest, und Speichern von Designs im Stammverzeichnis
- Anleitung zum Apple-Festplattendienstprogramm: MS-DOS (FAT) für Volumes bis 32 GB
- Apple Developer Forums: AppleDouble-„._“-Dateien auf FAT-Volumes

